Freundeskreis für Cartographica
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Die Mitteilungen des Freundeskreises für Cartographica

Die Mitglieder des Vereins werden über die Zeitschrift „Mitteilungen“ (ISSN 1612-9512) über die Geschehnisse in der Kartenabteilung und aus der Welt der alten Karten informiert.

Die Mitteilungen sind das derzeit einzige fachspezifische Organ zur Kartengeschichte in Deutschland.

Im Kartenlesesaal des Hauses Unter den Linden der Staatsbibliothek zu Berlin stehen sowohl die regulären Hefte als auch zwei 2006 bzw. 2010 erschienene Sonderhefte unter der Signatur Kart LS 11 Pmi 60

Die Zeitschriftendatenbank (ZDB) weist diejenigen wissenschaftlichen Bibliotheken nach, die die Mitteilungen bzw. die Sonderhefte im Bestand haben.

Das blaue Deckblatt der Mitteilungen

Aktuelle Ausgabe: Nr. 21

Liebe Kartenfreunde,

ohne Anspruch ein Themenheft zu sein, beinhaltet die vorliegende Ausgabe der Mitteilungen vornehmlich Arbeiten zur Globenkunde. Das kommt nicht von ungefähr, denn mit dem Geschenk eines Taschenglobus von Cary durch den Freundeskreis wurde der Fokus der Kartenabteilung auf die noch fehlende Struktur für eine gezielte Globenerwerbung zum systematischen Ausbau der Sammlung gelenkt. Bislang bestand die Sammlung eher aus Einzelstücken, wobei jedoch die Tendenz zur Schwerpunktbildung auf die Berliner Globenproduktion des 19. Jahrhunderts bereits zu bemerken war. Die Sammlung war jedoch weder vom Bestand noch vom Bearbeitungsstand dazu geeignet, einen Überblick über die damaligen Verlagskonzepte zu ermöglichen. Erste Vorarbeiten hierzu waren bereits 2005 durch studentische Praktikantinnen durchgeführt worden. Der entscheidende Impuls wurde jedoch durch die Projektarbeit unserer Referendarin Frau Dr. Sonja Grund während ihres praktischen Ausbildungsjahres an der Staatsbibliothek ausgelöst. Als Kunsthistorikerin brachte sie auch einen eigenen Zugang zur Globenmaterie mit. Denn neben der kartographischen und der verlagsgeschichtlichen Sicht spielt gerade für Ausstattungsdetails der kunsthistorische Aspekt eine eigene Rolle bei der Begutachtung von Globen. Gleichzeitig hat sie eine Internetpräsentation entworfen und an der Umsetzung mitgewirkt. Aufbauend auf dieser Arbeit konnte im darauf folgenden Jahr eine fortschreitende Bearbeitung des Globenbestands vorgenommen werden, wobei auch weitere Praktikanten insbesondere an der Erstellung einer Datierungshilfe oder an der detaillierten Beschreibung der Objekte mitwirkten. Manche dabei entstandene Anregung konnte inzwischen aufgegriffen und zum Teil umgesetzt werden. Aus der Beschäftigung mit Globen folgte im Verlauf des Jahres ein gezielter Sammlungsaufbau, dessen Verfahren hier erstmals fixiert ist. Das Erwerbungskonzept wurde aber durch das verlockende Angebot der Übernahme der Sammlung Schnermann für einen wahrhaft symbolischen Preis kurzfristig verlassen. Eine Momentaufnahme des Forschungsstands über die Geschichte des Columbus-Großglobus rundet den Schwerpunkt dieses Heftes ab. Das ist insofern bemerkenswert, da bereits vor 9 Jahren eine Momentaufnahme des Wissens über noch erhaltene Exemplare in den Mitteilungen erschienen ist. Seitdem sind 11 weitere Exemplare bekannt geworden. Einleitend enthält das Heft jedoch einen Beitrag über eine besondere kartographische Ausprägung unter regionalem Fokus, der Darstellung von Pommern auf Pilgerkarten der frühen Neuzeit.